Aktuelles

Aktuelle Informationen des Hospiz- und PalliativVerbandes NRW e.V.

 

Mitgliederversammlung wählt Karl Wagner in den Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung am 19. April 2018 im Bruder-Jordan-Haus, Dortmund wurde Karl Wagner in den Vorstand gewählt. Herr Wagner ist Facharzt für Allgemeinmedizin und seit 1987 als Hausarzt mit palliativmedizinischem Schwerpunkt in Essen Borbeck tätig. Herr Wagner arbeitet seit 20 Jahren im Netzwerk Palliativmedizin Essen mit und leitet gemeinsam mit einem Kollegen die Arbeitsgruppe heimbetreuender Palliativärzte. Der Vorstand des HPV NRW freut sich auf die zukünftige gemeinsame Vorstandsarbeit.

Die bisherige Beisitzerin, Judith Kohlstruck, wurde in ihrem Amt bestätigt. Dr. Wolf Diemer kandidierte nicht mehr als Beisitzer. Der HPV NRW dankt ihm für seine Vorstandstätigkeit.

 

Situation der Kinderhospize in NRW
Gemeinsames Positionspapier von Alpha, dem Deutschen Kinderhospizverein e.V., verschiedenen stationären Kinderhospizen in NRW und dem Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V.

Kinder- und Jugendhospizarbeit ist ein Bereich, der ein hohes Maß an Verantwortung und Sensibilität erfordert – sowohl gegenüber den betroffenen Familien als auch gegenüber der Gesellschaft, den Unterstützern und den Förderern. Wir befürworten alle Initiativen, die eine Unterstützung und Entlastung der Familien mit sich bringen; diese sind jedoch dem tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Von den 16 Kinder- und Jugendhospizen in Deutschland befinden sich fünf in NRW. Die Antwort auf die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender Erkrankung sowie ihrer Familien liegt in NRW nicht in der Errichtung weiterer stationärer Kinder- und Jugendhospize. Diese bilden nur einen Teil des komplexen Versorgungsangebotes ab. Erforderlich sind weitere bzw. zusätzliche Strukturen im regionalen Umfeld der Familie, wie z.B. Tagesangebote in Ferienzeiten, Kurzzeitpflegeplätze, gesicherte häusliche Kinderkrankenpflege oder geeignete alternative Wohnformen für junge Erwachsene, und deren optimale Vernetzung.
 
Ehrenamtliches Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit

9.821 Menschen waren im Jahr 2016 ehrenamtlich in geförderten, ambulanten Hospizdiensten in der Sterbebegleitung tätig. Grundlage für diese Zahl sind die Erhebungen der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK Nordwest im Rahmen der Förderung der ambulanten Hospizdienste nach § 39 a Sozialgesetzbuch V.  Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Bereiche, in denen sich Ehrenamtliche für die Belange schwerstkranker und sterbender Kinder, Jugendlicher und Erwachsener sowie ihrer Angehörigen engagieren.

Neben geförderten ambulanten Hospizdiensten gibt es auch nicht-geförderte ambulante Hospizdienste, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Alle ambulanten Hospizdienste begleiten die Menschen Zuhause in ihrer gewohnten Umgebung, aber auch in Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie in Krankenhäusern.

Für manche Menschen sind ein stationäres Hospiz oder eine Palliativstation der Ort, wo sie sich am Ende ihres Lebens am besten aufgehoben fühlen. Auch hier helfen viele Ehrenamtliche mit, diese Orte mit Lebensgefühl und Wärme zu füllen.

So sind es schätzungsweise rund 6.000 weitere Ehrenamtliche, die in NRW das „Leben bis zuletzt“ begleiten. Von ihrem Selbstverständnis her fußt die Hospizbewegung auf ehrenamtlicher Tätigkeit, sie entwickelte sich als Bürgerbewegung.  Die Hospiz- und Palliativeinrichtungen stehen auch heute noch  „für den Einsatz von Menschen für Menschen – das ist unsere gemeinsame Motivation, das ist unsere Arbeit.“ (Ulrike Herwald, 1. Vorsitzende HPV NRW) Ganz wichtig: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in sogenannten Befähigungskursen von den Hospizdiensten vor Ort sorgfältig auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Neben diesen Zeitspenden ist die Hospizarbeit auch auf Geldspenden angewiesen. Sollten Sie diese Arbeit unterstützen wollen oder sich für das ehrenamtliche Engagement interessieren, wenden Sie sich bitte an einen Hospizdienst, ein Hospiz oder eine Palliativstation in Ihrer Nähe. Wo Sie diese finden, können Sie hier nachlesen.

 

Vortrag auf dem 1. Deutschen Pflegetag on Tour: "Am Ende zählt der Mensch - die Hospiz- und Palliativversorgung in NRW"

Am 18. und 19. Oktober 2017 fand in Dortmund der 1. Deutsche Pflegetag on Tour statt. Der Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V. hat gemeinsam mit dem Hospiz am Bruder-Jordan-Haus Dortmund in einem Vortrag am
19. Oktober 2017 / 13.15 Uhr / die Hospiz- und PalliativVersorgung in NRW und speziell in Dortmund und Umgebung dargestellt.