Aktuelles

Aktuelle Informationen des Hospiz- und PalliativVerbandes NRW e.V.

 

Ehrenamtliches Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit

9.821 Menschen waren im Jahr 2016 ehrenamtlich in geförderten, ambulanten Hospizdiensten in der Sterbebegleitung tätig. Grundlage für diese Zahl sind die Erhebungen der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK Nordwest im Rahmen der Förderung der ambulanten Hospizdienste nach § 39 a Sozialgesetzbuch V.  Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Bereiche, in denen sich Ehrenamtliche für die Belange schwerstkranker und sterbender Kinder, Jugendlicher und Erwachsener sowie ihrer Angehörigen engagieren.

Neben geförderten ambulanten Hospizdiensten gibt es auch nicht-geförderte ambulante Hospizdienste, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Alle ambulanten Hospizdienste begleiten die Menschen Zuhause in ihrer gewohnten Umgebung, aber auch in Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie in Krankenhäusern.

Für manche Menschen sind ein stationäres Hospiz oder eine Palliativstation der Ort, wo sie sich am Ende ihres Lebens am besten aufgehoben fühlen. Auch hier helfen viele Ehrenamtliche mit, diese Orte mit Lebensgefühl und Wärme zu füllen.

So sind es schätzungsweise rund 6.000 weitere Ehrenamtliche, die in NRW das „Leben bis zuletzt“ begleiten. Von ihrem Selbstverständnis her fußt die Hospizbewegung auf ehrenamtlicher Tätigkeit, sie entwickelte sich als Bürgerbewegung.  Die Hospiz- und Palliativeinrichtungen stehen auch heute noch  „für den Einsatz von Menschen für Menschen – das ist unsere gemeinsame Motivation, das ist unsere Arbeit.“ (Ulrike Herwald, 1. Vorsitzende HPV NRW) Ganz wichtig: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in sogenannten Befähigungskursen von den Hospizdiensten vor Ort sorgfältig auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Neben diesen Zeitspenden ist die Hospizarbeit auch auf Geldspenden angewiesen. Sollten Sie diese Arbeit unterstützen wollen oder sich für das ehrenamtliche Engagement interessieren, wenden Sie sich bitte an einen Hospizdienst, ein Hospiz oder eine Palliativstation in Ihrer Nähe. Wo Sie diese finden, können Sie hier nachlesen.

 

Vortrag auf dem 1. Deutschen Pflegetag on Tour: "Am Ende zählt der Mensch - die Hospiz- und Palliativversorgung in NRW"

Am 18. und 19. Oktober 2017 fand in Dortmund der 1. Deutsche Pflegetag on Tour statt. Der Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V. hat gemeinsam mit dem Hospiz am Bruder-Jordan-Haus Dortmund in einem Vortrag am
19. Oktober 2017 / 13.15 Uhr / die Hospiz- und PalliativVersorgung in NRW und speziell in Dortmund und Umgebung dargestellt.

 

Mitgliederversammlung verabschiedet langjährigen
1. Vorsitzenden und wählt neuen Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung am 6. April 2017 im Bruder-Jordan-Haus, Dortmund, verabschiedeten die Vorstandskollegen und anwesenden Mitglieder den langjährigen Vorsitzenden Pfarrer Hans Overkämping. Pfarrer Overkämping war seit 2003 für den Vorstand des HPV NRW tätig. Mit seinem Einsatz und seiner inneren Haltung prägte er den Verband. Der HPV NRW wünscht ihm für den zukünftigen (Un-)Ruhestand alles Gute.
Die bisherige Stellvertretende Vorsitzende, Ulrike Herwald, wurde zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Beisitzer, Christoph Voegelin, wurde zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dr. Christiane Ohl wurde als Kassenwartin bestätigt, ebenso die bisherige Beisitzerin
Karin Scheer. Die Amtszeit der Beisitzer Dr. Wolf Diemer und Judith Kohlstruck dauert noch an.

 

Unterstützung für den Vorstand des Hospiz- und PalliativVerbandes NRW e.V.

Der Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V. hat zum 1. April 2017 hauptamtliche Verstärkung bekommen. In enger Zusammenarbeit mit Petra Brockhues, der langjährigen Geschäftsstellenleitung in Ahlen, soll die neue Assistentin des Vorstands, Sabine Löhr, diesen bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen.

Frau Löhr studierte in Bochum Sozialwissenschaften. Seit 1988 lebte sie in Berlin und war zuletzt Geschäftsführerin eines wohnungspolitischen Beratungsbüros. Seit 2009 engagiert sie sich ehrenamtlich in der Hospiz- und Palliativarbeit und absolvierte verschiedene Fortbildungen, u.a. in Trauerbegleitung und Palliative Care. Mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit für den nordrhein-westfälischen Landesverband erfüllt sie sich gleich zwei Herzenswünsche: die Rückkehr nach NRW und die intensive Arbeit für die Hospiz- und Palliativbewegung.

Schwerpunkte ihrer Tätigkeit werden die inhaltliche Unterstützung der Arbeitskreise des HPV NRW, die Kontaktpflege zu den Mitgliedseinrichtungen, die Gremien- und Netzwerkarbeit auf Landes- und Bundesebene sowie die Öffentlichkeitsarbeit sein.

Für die Stärkung der Hospiz- und Palliativarbeit in NRW ist es wichtig, sich bei regions- und länderübergreifenden Diskussionen, Entwicklungen und Veränderungen mit starker Stimme einzubringen. Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit den Alphastellen, der DGP NRW und – auf Bundesebene – den Landesverbänden und dem DHPV ist hierfür eine wichtige Voraussetzung.

In diesem Sinne hofft der HPV NRW auf Kontinuität und Intensivierung des Austauschs und der Zusammenarbeit mit den Akteuren der Hospiz- und Palliativbewegung landes- und bundesweit, um sich so im Sinne seiner Mitglieder mit starker Stimme einbringen zu können.